Ernährung

Ernährung schmal

Ernährung ist wohl eines der größten Themen unserer Zeit. Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht ein Bericht im Fernsehen, Radio oder in einer Zeitschrift zu diesem Thema erscheint. Auch gibt es wohl kaum einen Bereich unserer Gesellschaft, der Medizin und der Medien, in welchem so kontrovers mit so extrem unterschiedlichen Meinungen und auch Interessen diskutiert wird.

Gründe für unterschiedliche Ernährungsformen
Die meisten interessieren sich aufgrund ihres Körpergewichts dafür, andere wegen ihrer Gesundheit, aber es geht auch häufig um Umwelt-, Tierwohl- oder spirituelle Aspekte.

Ernährung und Gesundheit
Dass Ernährung einen ganz wesentlichen Anteil an unserer Gesundheit hat, liegt auf der Hand: jedes Lebewesen kann nur mit den Nahrungsmitteln dauerhaft gesund bleiben, welche zu der Art seines Stoffwechsels passend sind. Nur die Lebensmittel können für einen Organismus gesund sein, welche ihn nicht unnötig belasten und ihn zugleich ausreichend ernähren.

Ernährung und psychische Verfassung
Was vielen Menschen weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass sich die Ernährung sehr direkt auf unseren Gemütszustand, auf unsere psychische Verfassung auswirkt. Eine gute Ernährung verbessert und stabilisiert unsere Verfassung ganz deutlich. Eine ungute Ernährung macht uns labil und eher depressiv. Im Wesentlichen liegt dieser Zusammenhang darin begründet, dass die Darmgesundheit elementar von unserer Ernährung abhängig ist. Gerade in den letzten Jahren haben viele wissenschaftliche Publikationen darauf hingewiesen, dass der Zustand unseres Darmsystems eng mit unserer psychischen Gesundheit, und auch mit unserem Schlafverhalten, verbunden ist.

Ernährung und ernährungsunabhängige Erkrankungen
Auch bei den Erkrankungen, bei welchen die Ursache nicht im Bereich der Ernährung liegt, findet durch eine deutlich verbesserte Ernährung nahezu immer eine (signifikante) Verbesserung der Erkrankung selbst, als auch der Gesamtverfassung, statt. Wurden die positiven Effekte einer guten Ernährung erst einmal für ein paar Wochen erfahren, so fällt es meist schwer auf diese „Errungenschaft“ zu verzichten. Um seine Ernährung jedoch in die richtige Richtung umzustellen, bedarf es einiger Erkenntnisse, Information und meist auch konstruktiver Begleitung. Natürlich ist es sehr sinnvoll seine Ernährung möglichst umfangreich auf „gesund“ umzuschalten. Tatsächlich fällt das leichter, als zu viele Kompromisse einzugehen. Zudem stellen sich die Verbesserungen deutlicher ein, was einem wiederum sehr hilfreich dabei ist, gut motiviert dran zu bleiben.

Da eine „sehr gesunde Ernährung“ nicht jedermanns Sache ist, gilt es häufiger für den einzelnen Patienten die Balance zwischen „verkraftbarer Alltagstauglichkeit“ und „bestmöglichem positivem Gesundungseffekt“ zu suchen.

Ernährung im „Kurmodus“
Sehr empfehlenswert ist es, sich einer zeitlich beschränkten Kur zu unterzieht. Wird sich z.B. vorgenommen, sich für acht Wochen sehr gesund zu ernährt, so sind auf der einen Seite ganz deutliche Verbesserungen zu erleben, auf der anderen Seite ist es leichter sich auf einen begrenzten Zeitraum einzulassen und die Vorgaben dann auch tatsächlich konsequent einzuhalten.

Im Anschluss an „solch gute Tage“ kann dann sehr viel deutlicher selbst wahrgenommen werden, wie störend und krankmachend die  übliche „Zivilisationskost“ tatsächlich ist. Wurde diese Erfahrung an sich selbst gewonnen, so hat sich ein neuer Wissens- und Erfahrungsstand eingestellt. Der persönliche Zugang zu einem selbstverantwortlichen und konstruktiven Umgang mit Ernährung ist nun geschaffen. Es ist dann wirklich erfahren, weshalb und wofür man sich gesund ernährt. Zudem lernen dabei fast alle Menschen die Vorzüge und den wunderbaren Genuss von gesunder Nahrung schätzen. So ist es dann keine „Selbstkasteiung“ mehr, sondern ein sich gerne, freiwillig und bewusst Entscheiden für eine Ernährung, die uns körperlich, emotional und geistig fit macht/hält und sehr genussvoll ist.

Die Ernährung ist ein hervorragendes Feld, um auch im Bereich des Bewegungsapparates und der Psyche gut unterstützend zu arbeiten.